Geschichte
Als junger Mann war er schon fast auf dem Weg in die USA, blieb im letzten Moment aber doch in Europa. So wurde Wilhelm Liebknecht eine der prägenden Figuren der deutschen Sozialdemokratie – und erster Chefredakteur des „Vorwärts“. Vor 200 Jahren wurde er geboren.
Am 18. März 1976 verabschiedet der Bundestag mit großer Mehrheit das Mitbestimmungsgesetz. Für die SPD markiert es einen historischen Schritt zur Demokratisierung der Wirtschaft. Eine Verfassungsbeschwerde der Arbeitgeberverbände bleibt ergebnislos.
Vor 80 Jahren entstand die SED durch die Zwangsvereinigung von SPD und KPD. Wie sehr die Partei den Alltag der Menschen in der DDR bestimmte, zeigt eine Ausstellung, die jetzt bei der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur bestellt werden kann.
Am 6. Februar 1976 wird Ernst Albrecht (CDU) im niedersächsischen Landtag zum neuen Ministerpräsidenten gewählt – obwohl die regierende Koalition aus SPD und FDP eigentlich eine Mehrheit hat. Woher die Stimmen kommen, ist bis heute ungeklärt.
Dass es der Sohn eines Schneiders mal zum ersten Reichspräsidenten bringen würde, hätte bei der Geburt Friedrich Eberts wohl niemand geahnt. Und doch wurde Ebert zu einer prägenden Figur der Weimarer Republik. Erst nach seinem frühen Tod geriet die Demokratie ins Wanken.
Heutzutage ist eine Wahlbeteiligung von über 80 Prozent eine Seltenheit – erst recht bei Kommunalwahlen. Vor 80 Jahren, als in Hessen die ersten demokratischen Wahlen nach Kriegsende stattfanden, sah das noch anders aus. Ein Blick zurück
Zwölf Jahre lenkte Paul Löbe fast ununterbrochen die Geschicke des Reichstags und verteidigte ihn geschickt gegen die Angriffe der Nazis. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er sich für die europäische Einigung ein. Vor 150 Jahren wurde der Sozialdemokrat geboren.
Zwölf Jahre war Paul Löbe Präsident des Reichstags in der Weimarer Republik. Trotzdem gab es über ihn bisher keine Biografie. Victoria Krummel hat diese Lücke zum 150. Geburtstag geschlossen. Im Interview erklärt sie, was Löbe ausgemacht hat.