Geschichte
Heutzutage ist eine Wahlbeteiligung von über 80 Prozent eine Seltenheit – erst recht bei Kommunalwahlen. Vor 80 Jahren, als in Hessen die ersten demokratischen Wahlen nach Kriegsende stattfanden, sah das noch anders aus. Ein Blick zurück
Zwölf Jahre lenkte Paul Löbe fast ununterbrochen die Geschicke des Reichstags und verteidigte ihn geschickt gegen die Angriffe der Nazis. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er sich für die europäische Einigung ein. Vor 150 Jahren wurde der Sozialdemokrat geboren.
In Berlin soll ein Gedenkort für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges und der deutschen Besatzungsherrschaft errichtet werden. Das will der Bundestag an diesem Mittwoch beschließen. Für SPD-Schatzmeister Dietmar Nietan ist das eine längst überfällige Entscheidung.
Am 20. November 1945 beginnt in Nürnberg der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des Nationalsozialismus. Erstmals in der Geschichte werden damit Politiker für völkerrechtliche Verbrechen persönlich zur Verantwortung gezogen.
Als am 20. November 1945 der Nürnberger Prozess beginnt, sitzt auf der Pressetribüne auch ein junger Mann, der extra aus Norwegen angereist ist: Willy Brandt. Seine Eindrücke und Schlussfolgerungen des Prozesses schreibt er in einem Buch nieder, das häufig missverstanden wurde.
Am 10. November 2000 verabschiedet der Bundestag das Lebenspartnerschaftsgesetz – ein Meilenstein für die Rechte homosexueller Paare. Was als umstrittene Reform beginnt, wird zum Symbol gesellschaftlichen Fortschritts und ebnet den Weg zur Ehe für alle.
Helmut Schmidt war nicht nur Bundeskanzler, sondern auch ausgewiesener Verteidigungsexperte. Warum er gegenüber Russland auf eine Doppelstrategie setzte, sagt Meik Woyke, Vorstandsvorsitzender der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung, im Interview.