Geschichte
Am 6. Februar 1976 wird Ernst Albrecht (CDU) im niedersächsischen Landtag zum neuen Ministerpräsidenten gewählt – obwohl die regierende Koalition aus SPD und FDP eigentlich eine Mehrheit hat. Woher die Stimmen kommen, ist bis heute ungeklärt.
Heutzutage ist eine Wahlbeteiligung von über 80 Prozent eine Seltenheit – erst recht bei Kommunalwahlen. Vor 80 Jahren, als in Hessen die ersten demokratischen Wahlen nach Kriegsende stattfanden, sah das noch anders aus. Ein Blick zurück
Zwölf Jahre lenkte Paul Löbe fast ununterbrochen die Geschicke des Reichstags und verteidigte ihn geschickt gegen die Angriffe der Nazis. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er sich für die europäische Einigung ein. Vor 150 Jahren wurde der Sozialdemokrat geboren.
Zwölf Jahre war Paul Löbe Präsident des Reichstags in der Weimarer Republik. Trotzdem gab es über ihn bisher keine Biografie. Victoria Krummel hat diese Lücke zum 150. Geburtstag geschlossen. Im Interview erklärt sie, was Löbe ausgemacht hat.
In Berlin soll ein Gedenkort für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges und der deutschen Besatzungsherrschaft errichtet werden. Das will der Bundestag an diesem Mittwoch beschließen. Für SPD-Schatzmeister Dietmar Nietan ist das eine längst überfällige Entscheidung.
Am 20. November 1945 beginnt in Nürnberg der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des Nationalsozialismus. Erstmals in der Geschichte werden damit Politiker für völkerrechtliche Verbrechen persönlich zur Verantwortung gezogen.
Als am 20. November 1945 der Nürnberger Prozess beginnt, sitzt auf der Pressetribüne auch ein junger Mann, der extra aus Norwegen angereist ist: Willy Brandt. Seine Eindrücke und Schlussfolgerungen des Prozesses schreibt er in einem Buch nieder, das häufig missverstanden wurde.