Warum die Jusos vor dem CDU-Parteitag Suppe verteilen
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Bald das Einzige, was gesetzliche Krankenversicherte noch essen können? Die Jusos Baden-Württemberg verteilten Tütensuppe an die Delegierten des CDU-Parteitags.
1001 Delegierte hat der CDU-Bundesparteitag, der an diesem Wochenende in Stuttgart zusammengekommen ist. Neben der Wahl der Parteispitze stehen mehr als 150 Anträge auf der Tagesordnung. Für öffentliches Aufsehen sorgten vorab vor allem Forderungen des „CDU-Wirtschaftsrats“, eines parteinahen Gremiums, das auch einen Sitz im CDU-Vorstand hat.
In einem Antrag für den Parteitag fordert der Wirtschaftsrat „Lifestyle-Teilzeit“ abzuschaffen. Auch wenn der Begriff inzwischen gestrichen wurde, blieben die Inhalte des Antrags unverändert.
Zahnarztkosten nicht mehr als Teil der gesetzlichen Krankenversicherung?
Ebenfalls aus dem Wirtschaftsrat kommt die Forderung, Zahnarztkosten aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung zu streichen: Jede und jeder Versicherte müsste Zahnarztbehandlungen somit selbst bezahlen oder eine private Zusatz-Versicherung abschließen.
„Gesunde Zähne soll es nach den Plänen der CDU wohl nur noch für diejenigen geben, die es sich leisten können. Das passt ins Bild einer Partei, die von „Lifestyle-Teilzeit“ schwadroniert, während sie gleichzeitig unsere Sozialsysteme angreift“, kritisieren die Jusos aus Baden-Württemberg.
Tütensuppe sind das Einzige, was man dann noch essen kann
Um auf die Folgen der CDU-Idee hinzuweisen, waren sie am Freitag auf dem Messegelände in Stuttgart, wo der Parteitag stattfindet. Hier verteilten sie Jusos Tütensuppe an die Delegierten und Gäste. „Denn das ist am Ende das Einzige, was man noch essen kann, wenn man sich dank der CDU-Politik keinen Zahnersatz mehr leisten kann.“
Dirk Bleicker | vorwärts
ist stellvertretender Chefredakteur des vorwärts und auf Bluesky unter @kaid.bsky.social zu finden.
eine ziemlich wässrige Geschichte. Aber Spaß muss sein, wer das nicht essen mag, kann es ja durchreichen an die Tafeln
Aspekte. Hier Tütensuppen, und dann unser Kandidat Andreas Stoch, der sich Entenpastete beschaffen lässt, nachdem er zuvor die örtliche Tafel besucht hat. Dort gab es wohl nichts angemessenes.
Wenn wir solche Themen als Angriffsmoment nutzen wollen, um vorhandene Probleme zu thematisieren, dann muss doch sichergestellt sein, dass wir auf diesem gebiet nicht angreifbar sind. Wasser predigen, und wein saufen, dass hat schon Heinrich Heine kritisiert. Dem schließe ich mich an.
Wir agieren nicht glaubwürdig, es ist zum verzweifeln