Angst vor KI? Wegschauen ist auch keine Lösung
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Künstliche Intelligenz durchdringt unseren Alltag – das bereitet vielen Menschen Unbehagen (Symbolfoto)
Es schleicht sich in jedes Gespräch über Künstliche Intelligenz (KI) ein: dieses mulmige Gefühl, etwas Unkontrollierbares habe sich Bahn gebrochen. Da ist die Sorge, ersetzt zu werden, die Sorge, manipuliert zu werden, die Sorge, dass da draußen ein paar wenige Konzerne über etwas verfügen, das mächtiger ist, als wir ahnen. Knapp ein Drittel der Deutschen fürchtet laut R+V-Studie, KI gefährde die Gesellschaft. Jede*r vierte Befragte macht sich Sorgen, dass die eigenen Daten im Internet missbraucht werden.
Künstliche Intelligenz: Übertreiben wir es mit unserer KI-Skepsis?
Bezogen auf den Job ist die Angst wohl am stärksten greifbar. Junge Menschen, die gerade ins Berufsleben starten, blicken auf einen Arbeitsmarkt, der sich gefühlt täglich verändert, und fragen sich, wie sie da mithalten sollen. In der aktuellen Jugendstudie bewerten 14- bis 29-Jährige ihre beruflichen Chancen durch KI als deutlich schlechter als noch vor einem Jahr.
Diese Bedenken sind berechtigt, und sie sollten nicht kleingeredet werden. Aber man löst das Problem nicht, indem man sich ins Abseits stellt und die Entwicklung nur kritisch beäugt. Wer aus Sorge vor Jobverlust die Anwendung von KI von vornherein verweigert, verschenkt die Chance auf etwas Neues. Immer mehr Unternehmen nutzen KI, um Routineaufgaben zu automatisieren – mit oder ohne unsere Zustimmung. Das betrifft Tätigkeiten wie Rechnungen und Angebote schreiben, Texte übersetzen oder Tabellen ausfüllen.
KI und Arbeitsmarkt: Wie wir die Zukunft mitgestalten können
Wer früh lernt, mit den neuen Werkzeugen umzugehen, hat mehr Zeit für das, was Maschinen nicht können, nämlich: Zuhören, Beraten, Einordnen, Verantwortung übernehmen. Wer diese Chance nicht ergreift, kann in der Tat ersetzt werden – aber nicht durch KI, sondern durch Kolleg*innen, die wissen, wie man KI nutzt.
Dieser Fortschritt dürfte Jobs verändern, aber auch neue Jobs schaffen. Konzentrieren wir uns darauf, die Übergänge zu gestalten: mit Weiterbildung, mit Tarifverträgen, die eine Mitbestimmung der Beschäftigten über den Einsatz von KI sichern. Sorgen wir dafür, dass junge Menschen in Schulen und Mitarbeitende in Betrieben einen echten kritischen Umgang mit KI lernen. Und wissen, wie man sich vor Datenmissbrauch schützt: Zum Beispiel, indem man, wo möglich, der Nutzung der eigenen Daten für Trainingszwecke widerspricht.
KI und Datenschutz: Warum wir Künstliche Intelligenz nicht boykottieren sollten
Deutsche lieben Datenschutz. Doch statt KI deswegen zu boykottieren, sollten wir lieber politisch genau dort hinschauen, wo gerade Macht entsteht: bei den Konzernen, den Tech-Milliardären wie Elon Musk und Peter Thiel, die sich strategisch auf die Seite radikal rechter Kräfte stellen. Der „AI Act“, mit dem sich die EU gegen Risiken von KI-Anwendungen schützt, ist ein guter Anfang. Auf ihm muss man aufbauen.
Übertreiben wir es also mit der Angst vor KI? Nein, sie hat einen berechtigten Kern, und Skepsis ist wichtig. Aber wir übertreiben es, wenn wir glauben, Stillstand wäre die Antwort. Datengetriebene KI gilt heute als einer der wichtigsten Hoffnungsträger im Kampf gegen Krebs. Diese Chancen sollten wir – nein, wir müssen sie – ergreifen.
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Ideen verwenden. Dazu muss sie mit den Wahrheiten gefüttert werden, die für uns gelten. So finden diese Wahrheiten dann Eingang in die Gedankenwelt wer Wahrheitsverweigerer, die wir so nicht erreichen können- letztendlich sind dann alle auf unserer Linie- also da, wo wir hinwollen