Bundestag beschließt Rentenpaket: Darum geht es
Viel wurde in den vergangenen Wochen um das Rentenpaket gestritten. An diesem Freitag hat der Bundestag es nun beschlossen – wir geben einen Überblick über die zentralen Punkte des Gesetzespakets.
IMAGO/Wolfilser
Der Streit um die schwarz-rote Rentenreform ist noch nicht beendet, eine Abstimmung im Parlament ist für Freitag angekündigt
Mehrfach sah es so aus, als könnte das Rentenpaket bei der Abstimmung im Bundestag scheitern. In den Wochen vor der Abstimmung am Freitag, 5. Dezember, dominierte der Streit zwischen Bundestagsabgeordneten der Jungen Union und ihrer Koalition die politische und mediale Debatte. Nun wurde das Rentenpaket jedoch beschlossen - und damit die ersten Schritte einer Rentenreform.
Rentenniveau bis 2031 auf 48 Prozent stabilisieren
Das Rentenniveau in Deutschland liegt, gemessen am Durchschnittsverdienst aller Versicherten, bei 48,15 Prozent. Eine Person, die 45 Jahre Beiträge gezahlt hat und durchschnittlich viel verdient hat, bekommt also eine Rente, die rund 48 Prozent des dann bestehenden Durchschnittsverdienstes beträgt. Sprich: Steigen die Löhne, steigt auch die Rente.
Schwarz-Rot wollen, dass dieser Status quo bis 2031 so bleibt, auch wenn sich die Anzahl der Beitragszahlenden in den kommenden Jahren verringert und die Anzahl der Rentner*innen erhöht.
Das muss finanziert werden: In Konsequenz werden sich Rentenbeiträge und Bundeszuschüsse erhöhen. Laut Gesetzesentwurf bleibt der Rentenbeitrag 2026 voraussichtlich stabil und steigt 2027 etwas stärker als gedacht: von heute 18,6 auf 18,8 Prozent des Bruttolohns. Laut Haushaltsentwurf sollen die Bundeszuschüsse 2026 bei rund 127,8 Milliarden Euro liegen, also rund 24,5 Prozent des gesamten Etats.
Außerdem soll die Rücklage der Rentenkasse laut Gesetzesentwurf von 20 Prozent einer Monatsausgabe auf 30 Prozent angehoben werden, um mehr Puffer zu haben.
Mütterrente
Der Bund zahlt mit den Zuschüssen auch für die Ausweitung der Mütterrente, die rund fünf Milliarden Euro jährlich kosten soll. Mit dem Vorhaben sollen die Rentenpunkte, die Eltern für die Erziehungszeit ihrer Kinder angerechnet werden, von 2,5 auf 3 Punkte steigen, wenn die Kinder vor 1992 geboren worden sind. Die Regelung wird jetzt an die Mütterrente angeglichen, wie sie bei später geborenen Kindern greift – die Eltern, die das betrifft, bekommen dann 20 Euro mehr im Monat.
Arbeiten im Alter
Die Bundesregierung will die Weiterarbeit von Rentner*innen fördern. Im Rahmen der Aktiv-Rente, die Schwarz-Rot im Koalitionsvertrag vereinbart hat, soll, wer freiwillig weiterarbeitet, 2.000 Euro im Monat verdienen können, ohne Steuern zu zahlen. Damit das auch im alten Job möglich ist, muss das sogenannte Vorbeschäftigungsverbot fallen. Die arbeitsrechtliche Regelung verhindert, dass Arbeitgeber*innen Arbeitnehmer*innen nach einer Pause befristet einstellen, wenn sie zuvor bereits bei ihnen beschäftigt waren. Das soll Dauerbefristungen ohne sachliche Gründe vermeiden – solche Gründe sind zum Beispiel eine Vertretung oder die Probezeit.
Das Kabinett hat den Wegfall des Vorbeschäftigungsverbots für Beschäftigte beschlossen, die das Rentenalter überschritten haben. Sie sollen dann bis zu acht Jahre lang weiterarbeiten können, mit maximal zwölf Verträgen. Um einen Vertrag darüber hinaus zu verlängern, bräuchten Arbeitgeber*innen weiterhin einen Sachgrund. Für Beschäftigte, die das Rentenalter noch nicht erreicht haben, bleibt alles beim Alten.
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD: „Ein guter Tag für jung und alt"
Dagmar Schmidt, die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion begrüßte die Mehrheit für das Gesetz zur Stabilisierung des Rentenniveaus. In einer Pressemitteilung erklärte sie, dass das Rentenpaket ein Versprechen sei: „Wer lange gearbeitet hat, soll im Alter gut leben können", so Schmidt. Das gelte mit einem stabilen Rentenniveau für alle Generationen. Dass der Bundestag das Gesetz nun verabschiedete, mache diesen Freitag zu einem guten Tag „für jung und alt".
Es werden Mill.in der Welt verteilt,
Als müsse unser Land die Welt retten,Für Waffen ist immer genug Geld da.Das kann man nicht verstehen.wenn dann im eigenen
Land über Schulden diskutiert wird.
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Ich bin mit 63 in Rente gegangen.
Mir fehlten zwei Jahre an 45 Beitragsjahren weil ich arbeitslos war.
Es wurden 12,6% von meiner Rente gekürzt, warum? Ich finde es ungerecht, da auch bei Arbeitslosigkeit Beiträge in die Rentenkasse abgeführt werden.
Ich finde diese 12,6% stehen mir zu.
Meine Rente beläuft sich auf 1170,00 netto, davon sind 20,00 € für die Pflege meines Mannes, das ist ein Witz. Ich finde die Kürzungen müssen abgeschafft werden.
Mir stehen 45 Beitagsjahre zu, da sollte mal drüber nachgedacht werden.
In Deutschland wird die niedrigste Rente bezahlt und das bei 45 Beitragsjahren( Verdienst im Schnitt 1700,00 bis 1800,00 € bei Steuerklasse 3 )
Wie soll man davon leben, wenn man Miete, Strom, Nahrungsmittel bezahlen muss???
Mit freundlichen Grüßen
Martina Kreienkamp (eine sehr traurige 😢 Rentnerin
Das Rentenniveau soll bei bei 48 Prozent bleiben,dass ist ja wohl das mindeste was erwartet werden kann. Die Regierung verteilt das Geld auf der ganzen Welt, über Sinn und Zweck lässt sich da wohl sauber diskutieren.
Hinzu kommt ein Heer von Sozialhilfeempfängern, welche zum grossen Teil unserem Staat aufgrund seines großzügigen auffangbeckens auf der ,, Tasche,, liegen.
Ich bin jahrgang 1967,waldarbeiter und werde 2030 aus gesundheitlichen gründen und wenn es dann noch möglich ist,als langjährig versicherter mit sage und schreibe 14,4 Prozent abschlag nach fast 47 Beitragsjahren in Rente gehen.
Mögen die zuständigen Institutionen in unserem Land endlich aufwachen und der drückebergerei mit massnahmen ein Ende bereiten und den Menschen die Jahrzehnte gearbeitet haben, ohne Abschlag,ohne wenn und aber,einen individuell finanziellen abgesicherten Ruhestand gewähren.
Denn eins ist doch klar,wenn sich nichts ändert und unsere Generation weg ist vom Arbeitsmarkt....au man.
Die sollen erstmal die versicherungsfremden Leistungen wieder zurückzahlen. Das war ein Kredit gegen die Rentenkasse und wir wollen das mit Zinsen zurück.
Seit 2017 beziehen ich Altersrente in der DominikanischenRepublik, aktuell 620 Euro. fuer 2024 soll ich nun 1021 Euro Steuern auf meine Rente zahlen. So kann ich hier nicht ueberleben. Lebe alleine, kinderlos, Eltern, Geschwister tot. Was tun..?
Ich beziehe eine Renze von 643€, wie birre soll man bei diesen Preiserhöhung noch einigermaßen leben können, wenn andere 30.000€ im Monat bekommen und sich keine Gedanken machen, wie arme Rentner überleben können!!??
Ich hab krebs 1niere und Magen ist 30% kleiner und auch noch plegegeld 2. Ich hab 1451 euro
Das goldene Kalb: 1,4 Millionen Pensionäre kosten Deutschland fast so viel wie 20 Millionen Rentner.
Wann zahlen Beamte endlich auch ihren Beitrag zur Alterssicherung???????????
Was soll das sein? Passt euch bei der Rente an Österreich oder Nederland an, dann könnte man von einem Rentenpaket sprechen, so ist das nur bla, bla.