Parteileben

SPD-Basis soll über Regierungsbeteiligung abstimmen dürfen

24. November 2017 14:31:05
Nach der Bundestagswahl standen alle Zeichen auf Opposition, nun scheint eine Beteiligung der SPD an der künftigen Bundesregierung nicht mehr ausgeschlossen. Sollte es so kommen, will Parteichf Martin Schulz die Basis darüber abstimmen lassen.
Unter dem Motto #linksleben diskutierten die Jusos auf ihrem Bundeskongress über eine neue Arbeitswelt, das Freihandelsabkommen TTIP und eine soziale Asylpolitik.
Unter dem Motto #linksleben diskutierten die Jusos auf ihrem Bundeskongress über eine neue Arbeitswelt, das Freihandelsabkommen TTIP und eine soziale Asylpolitik.

SPD-Chef Martin Schulz hat angekündigt, im Falle einer Beteiligung der SPD an der künftigen Bundesregierung die Parteimitglieder darüber abstimmen zu lassen. Am Ende einer turbulenten Woche erklärte Schulz in Berlin: „Die Mitglieder unserer Partei werden über eine Regierungsbeteiligung der SPD - in welcher Form auch immer - abstimmen.“

Schulz: „Es gibt keinen Automatismus“

Zuvor hatte Schulz versichert, dass sich die SPD „ihrer Verantwortung für Deutschland und Europa“ bewusst sei. Mit Bezug auf die auch parteiintern geführte Debatte über die (Regierungs-) Perspektiven der SPD betonte Schulz: „Es gibt keinen Automatismus in irgendeine Richtung“.

Dem Statement zuvor gegangen war die Meldung, wonach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der kommden Woche die Parteichefs von CDU/CSU und SPD zum Gespräch geladen hat. Darüber hatte die „Bild-Zeitung“ am Freitagmittag zuerst berichtet.

Das Warten geht weiter

Unklar bleibt, wie lange die Bildung einer neuen Bundesregierung nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen dauern wird. Schulz sprach in seinem Statement von den „nächsten Tagen und Wochen“, in denen viele Gespräche geführt werden würden. Gegenstand dieser Gespräche soll sein, welchen Beitrag die SPD für die Regierunsgbildung leisten kann.

Autor*in
Robert Kiesel

war bis März 2018 Redakteur des vorwärts.

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