Dario Schramm: Ein Sozialdemokrat als oberster Schülersprecher
Irgendwie fing alles mit schlechtem Essen an. „Ich war in der achten oder neunten Klasse total unzufrieden und habe angefangen, mich zu engagieren, weil ich für besseres Essen in unserer Schulkantine kämpfen wollte“, berichtet Dario Schramm. Der 20-Jährige aus Bergisch Gladbach hat gerade sein Abitur abgelegt – übrigens an der selben Schule, wie einst Heidi Klum, berichtet er im Gespräch. Nebenbei war er in den vergangenen Monaten medial sehr präsent und berichtete als Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz über Probleme von Schüler*innen während der Corona-Pandemie. Sein Amt füllt er mit Freude aus, die Bezeichnung ist für ihn „der sperrigste Titel Deutschlands“, weswegen er froh ist, diesen bald los zu sein.
Wie es nach dem Abitur für Schramm weiter geht, ist noch nicht klar. Fest steht jedoch, dass er sich auch weiterhin in der SPD engagieren wird. Am Tag der Bundestagswahl 2017 trat er noch vor 19 Uhr der Partei bei, um ein Zeichen zu setzen, für die Sozialdemokratie, gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus. Auf lokaler Ebene kandidierte er bei der Kommunalwahl 2020 für die SPD in Bergisch Gladbach und verpasste das einzige Direktmandat der Sozialdemokrat*innen nur knapp. Seine Expertise bringt er als sachkundiger Bürger dennoch in die Kommunalpolitik ein. Was ihn ansonsten ausmacht, erzählt Schramm in der neuen Folge des „vorwärts“-Podcasts „SPDings“.
ist Redakteur des „vorwärts“. Er hat Politikwissenschaft studiert und twittert gelegentlich unter @JonasJjo