Kultur

Europäisch essen, foulen und sterben

von Fréderic Verrycken · 26. Juli 2006

Das Buch "Europäische Gruppenkulturen", herausgegeben vom Vorsitzenden des Kulturforums der Sozialdemokratie Sachsen-Anhalt, Rüdiger Fikentscher, ist ein buntes Sammelsurium von Gruppenkulturen im Familien-, Freizeit-, und Bildungsbereich. Namhafte Autoren, wie Karin Junker, Christa Randzio-Plath und Christoph Zöpel haben zu seinem Gelingen beigetragen.

Während einige Beiträge höchst amüsant geschrieben sind, wie etwa Karin Junkers Beitrag über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Franzosen und Deutschen, haben andere eine soziologische Herangehensweise. So etwa der Beitrag des Sportwissenschaftlers Theo Austermühle über die latent xenophobe Fankultur im deutschen Fußball.



Sizilien und Ostdeutschland haben einiges gemein


Mit Sicherheit ist für jeden Leser etwas dabei. Neue Erkenntnisse, aber auch Dinge, über die man nie nachgedacht hat. Oder wussten Sie, was Süditalien und Ostdeutschland gemeinsam haben, warum in Frankreich niemand gern "salopp" gekleidet sein möchte und welchen Schwierigkeiten türkische Migranten ausgesetzt sind, die ihre verstorbenen Liebsten in Deutschland zu Grabe tragen müssen?

Rüdiger Fikentscher (Hg.): Europäische Gruppenkulturen. Familie, Freizeit, Rituale. Mitteldeutscher Verlag Halle 2006, 160 S., ISBN 3-89812-378-2, 14 Euro

Autor*in
Fréderic Verrycken

Chefredakteur der DEMO, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Bezirksverordnetenversammlung Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf

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