Essen hatte schon in der vorangegangenen nationalen Ausscheidung vor Görlitz gelegen. Im März hatten beide Bewerberstädte zum letzten Mal die Möglichkeit, sich der Jury um Präsident Sir
Jeremy Isaacs zu präsentieren. Kriterium der Bewertung war neben dem kulturellen Angebot die Infrastruktur der Städte.
"Die Entscheidung für Essen zeigt den gelungenen Strukturwandel einstiger Industrieregionen", sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee nach der Bekanntgabe des Ergebnisses. Als
Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer und ehemaliger Leipziger Oberbürgermeister hatte er sich für das sächsische Görlitz stark gemacht. "Aber auch ohne Kulturhauptstadt wird
die Region einen Schub bekommen", so Tiefensee.
Der Europäische Rat verleiht den Titel jährlich auf Empfehlung der Europäischen Kommission. Weil sich ab 2009 außerdem eine Stadt aus den neuen EU-Mitgliedsländern europäische
Kulturhauptstadt nennen darf, teilt sich Essen die Bezeichnung mit dem ungarischen Pécs. Zusätzlich wird auch Istanbul für die europäischen Länder, die keine EU-Mitglieder sind, Kulturhauptstadt
2010.
Manuel Preuten
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