Inland

Manche mögen’s heimlich

14. August 2006 15:26:32
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Das noch von der rot-grünen Landesregierung beschlossene Korruptionsbekämpfungsgesetz verpflichtet Mandatsträger dazu, ihre Gremientätigkeiten und Mitgliedschaften zu veröffentlichen. Und das jährlich.

Das WDR-Magazin "Westpol" fragte bei 427 Bürgermeistern und Landräten in NRW nach, ob sie dieser Pflicht nachkommen. Das Ergebnis: Rund 83 Prozent der Befragten geben öffentlich Auskunft über ihre Nebentätigkeiten - ob im Internet oder im Amtsblatt. Allerdings informieren neun Prozent nur unzureichend und weitere sieben Prozent gar nicht. Zu den Totalverweigerern gehört Düsseldorfs OB Joachim Erwin.

Mehr Sanktionen?

Die Antikorruptionsorganisation Transparency International fordert deshalb, widerspenstige Mandatsträger mittels Sanktionen zur Auskunft zu zwingen. So könnten die Namen der Verweigerer veröffentlicht werden. Dafür plädieren die Grünen in NRW. Die innenpolitische Sprecherin, Monika Düker, sagte: "Ich denke die, die der Veröffentlichungspflicht nicht nachkommen, werden dies noch einmal überlegen, wenn wir diese Dinge öffentlich machen."

Karsten Wiedemann

Quelle: WDR, Kölner Stadt-Anzeiger (14.08.06)

Autor*in
Karsten Wiedemann

Redakteur bei vorwaerts.de bis September 2009, jetzt Redakteur bei Neue Energie, dem Magazin des Bundesverbands für Windenergie

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