Zwar werde es der deutschen Exportindustrie ermöglicht ihren Marktanteil durch die niedrigen Löhne weiter auszubauen, allerdings bestehe dadurch die "reale Gefahr eines europaweiten
Absenkungswettlaufs um die niedrigsten Lohnkosten", warnt Thorsten Schulten, Experte für Arbeits- und Tarifpolitik in Europa am WSI.
Bezieht man die Preissteigerung mit ein, ergibt sich ein Reallohnentwicklung pro Kopf von -0,7 Prozent. Dies ist nach Ansicht Schultens "eine wesentliche Ursache für die schwache
Binnenkonjunktur."
Spitzenreiter ist Lettland mit einer Steigerung von 15,0 Prozent gefolgt von Estland mit 11,7 Prozent. Die höchsten Zuwächse in Westeuropa haben Griechenland (5,9), Irland (5,0) und
Großbritannien (4,3). Der europäische Durchschnitt liegt voraussichtlich bei 2,8 Prozent.
Quelle: Bericht des WSI
Sebastian Henneke
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