Eine "gute Figur" habe Umweltminister Sigmar Gabriel gleich zu Beginn seiner Amtszeit gemacht, als er beim Weltklimagipfel von Montreal das Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll
voranbrachte, lobte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Auch dass sich der Minister ganz klar gegen längere Laufzeiten für Atomkraftwerke ausgesprochen habe, sei zu begrüßen.
Gabriel hatte gestern die Koalitionsvereinbarung zur künftigen Nutzung der Atomenergie bekräftigt. "Es bleibt beim Ausstieg aus der Kernenergie", sagte er am Montag in Berlin. Zugleich
bilanzierte er die ersten 100 Tage der Umweltpolitik in der großen Koalition. Mit der Verdopplung der Fördermittel für erneuerbare Energien und dem Gebäudesanierungsprogramm seien weitere Schritte
unternommen worden, um die Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren und das Klima zu schützen. Fluglärmgesetz, Kennzeichnung emissionsarmer Fahrzeuge, Verkaufsstopp für naturnahe ehemalige
militärische Liegenschaften und internationaler Klimaschutz: In vielen Bereichen könnten erste Erfolge verbucht werden. Die Bilanz ist insgesamt gut, so der Minister - der Anfang ist gemacht.
Die Bilanz gibt es unter:
Umwelt - Wirtschaft - Innovation: Der Anfang ist gemacht. Die ersten 100 Tage
BUND:
100 Tage Große Koalition: Potentiale im Umweltschutz noch ungenutzt. Gabriel macht "bella figura" bei Klima- und Atomthemen
hat Politikwissenschaft und Philosophie in Berlin studiert und ist Redakteurin beim vorwärts.