Kultur

Im Video: Gespräche des „vorwärts“ zur Leipziger Buchmesse

„Politik trifft Buch“ – unter diesem Titel bringt der „vorwärts“ Politiker*innen und Autor*innen miteinander ins Gespräch. Zur Leipziger Buchmesse gab es drei Veranstaltungen. Die Themen reichten vom Bild Ostdeutschlands bis zu Hass im Netz.
von Kai Doering · 23. April 2023
Drei Bücher, drei Gespräche: Zur Leipziger Buchmesse lud der vorwärts zu Politik trifft Buch ein.
Drei Bücher, drei Gespräche: Zur Leipziger Buchmesse lud der vorwärts zu Politik trifft Buch ein.

„Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“
Matthias Ecke,
MdEP, im Gespräch mit Dirk Oschmann

Auch mehr als 30 Jahre nach Mauerfall und Wiedervereinigung definiert sich „der Westen“ immer noch als Norm, von der „der Osten“ abweicht. In Medien, Politik und Wirtschaft herrscht eine westdeutsche Sichtweise. Das sind die Thesen des Leipziger Literaturwissenschaftlers Dirk Oschmann, die er in seinem Buch „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ darlegt. Warum das für die Demokratie gefährlich ist und was dagegen getan werden kann, darüber sprach der sächsische SPD-Europaabgeordnete Matthias Ecke mit dem Autor.

 

„Laut. Warum Hate Speech echte Gewalt ist und wie wir sie stoppen können“
Nadja Sthamer
, MdB, im Gespräch mit Sawsan Chebli

Fast täglich wird Sawsan Chebli mit Hasskommentaren und Hetze im Internet überhäuft. Dass aus digitaler schnell körperliche Gewalt werden kann, erlebte die ehemalige Staatssekretärin als sie mitten in Berlin von einem Unbekannten angegriffen wurde. Cheblis Erfahrungen stehen exemplarisch für ein besorgniserregendes Klima neuer Cybergewalt. Was dagegen getan werden kann – und muss – diskutiert Sawsan Chebli in ihrem Buch „Laut“ unter anderem mit den Digital-Expert*innen Marina Weisband und Sascha Lobo, der Grünen-Politikerin Renate Künast und Mitarbeiter*innen von Facebook. Am Rande der Leipziger Buchmesse sprach sie nun mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Nadja Sthamer.

 

„Die Fehlbaren. Politiker zwischen Hochmut, Lüge und Unerbittlichkeit“
Henning Homann
, Vorsitzender der SPD Sachsen, im Gespräch mit Helene Bubrowski

Vertuschen. Abstreiten. Aussitzen: So gehen Politiker*innen häufig mit politischen Fehlentscheidungen und persönlichen Fehltritten um. So entwickelt nicht der Fehler selbst, sondern der Umgang damit politische Sprengkraft. Die Folgen sind Politikverdruss und Misstrauen, ist FAZ-Korrespondentin Helene Bubrowski überzeugt. In ihrem Buch „Die Fehlbaren“ analysiert sie Fehlverhalten, Skandale und Rücktritte von Politiker*innen und zeigt, wie eine bessere Fehlerkultur aussehen kann. Darüber sprach sie mit dem Vorsitzenden der SPD Sachsen, Henning Homann.

Autor*in
Kai Doering
Kai Doering

ist stellvertretender Chefredakteur des vorwärts. Er betreut den Bereich Parteileben und twittert unter @kai_doering.

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