Horst Seehofer und weitere CDU-Ministerpräsidenten hatten am Wochenende gefordert, die ohnehin schon großzügigen EU-Vorgaben für den CO2-Vorstoß von Neuwagen aufzuweichen. "Seehofer sagt jetzt im Prinzip das Gegenteil von dem, was er in der Bundesregierung mit beschlossen hat", betonte Bundesumweltminister Gabriel.
Er warnte, dass ein Rückschritt beim Klimaschutz deutsche Arbeitsplätze bedrohe. Deutschlands Autobauer würden auch im Export massive Schwierigkeiten bekommen, weil in anderen Ländern wie im US-Bundesstaat Kalifornien viel strengere Auflagen bei der Zulassung von Autos gälten. "Wer sehen will, was mit Fahrzeugen passiert, die weiterhin zu viel Sprit fressen und CO2 ausstoßen, der soll sich General Motors angucken", so Gabriel im "Deutschlandfunk".
Deutschland dürfe beim internationalen Wettbewerb um Klimaschutz und Energieeffizienz
nicht den Anschluß verlieren, so Gabriel. Er sprach sich für ein europäisches Investitionsprogramm aus, um Arbeit und Umwelt gleichermaßen fördern.
Redakteur bei vorwaerts.de bis September 2009, jetzt Redakteur bei Neue Energie, dem Magazin des Bundesverbands für Windenergie